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HobbyStarter
Fotografie8 Min. Lesezeit

Fotografie lernen: Die wichtigsten Grundlagen

Der Automatikmodus deiner Kamera liefert ordentliche Bilder – aber selten die, die du im Kopf hattest. Wer drei Einstellungen versteht, hat die Kontrolle zurück: Blende, Belichtungszeit und ISO. Zusammen bilden sie das sogenannte Belichtungsdreieck.

Kamera, Objektive und Notizbuch auf einem Holztisch

Die Blende: wie viel Licht und wie viel Schärfe

Die Blende ist eine Öffnung im Objektiv, angegeben als f-Zahl. Kleine Zahlen wie f/1.8 bedeuten eine weite Öffnung: viel Licht und ein unscharfer Hintergrund – perfekt für Porträts. Grosse Zahlen wie f/11 lassen wenig Licht durch, dafür ist vom Vordergrund bis zum Horizont alles scharf – ideal für Landschaften.

Die Belichtungszeit: Bewegung einfrieren oder zeigen

Die Belichtungszeit bestimmt, wie lange der Sensor Licht sammelt. Mit 1/1000 Sekunde frierst du einen springenden Hund ein. Mit einer halben Sekunde wird ein Bach zu weichem Nebel – dafür brauchst du aber ein Stativ.

Aus der freien Hand gilt eine einfache Faustregel: Die Belichtungszeit sollte nicht länger sein als 1 durch die Brennweite. Bei 50 mm also mindestens 1/50 Sekunde, sonst verwackelt das Bild.

ISO: die Lichtempfindlichkeit

ISO regelt, wie stark das Signal des Sensors verstärkt wird. ISO 100 liefert die sauberste Bildqualität, braucht aber viel Licht. Bei ISO 3200 kannst du auch in einem dunklen Raum fotografieren, das Bild wird jedoch körniger.

Halte den ISO-Wert so tief wie möglich und erhöhe ihn erst, wenn Blende und Belichtungszeit ausgereizt sind.

So spielen die drei zusammen

Änderst du eine Einstellung, musst du eine andere ausgleichen. Öffnest du die Blende um eine Stufe, kommt doppelt so viel Licht herein – du kannst also die Belichtungszeit halbieren oder den ISO-Wert senken. Am einfachsten lernst du das im Modus «A» bzw. «Av»: Du wählst die Blende, die Kamera ergänzt die Zeit.

  • Porträt: f/2, 1/250 s, ISO 100
  • Landschaft: f/11, 1/125 s, ISO 100 (Stativ hilft)
  • Innenraum ohne Blitz: f/2.8, 1/60 s, ISO 1600
  • Sport und Kinder: f/4, 1/1000 s, ISO 400

Drei Übungen für dieses Wochenende

Theorie bleibt erst hängen, wenn du sie ausprobierst. Nimm dir ein Motiv und fotografiere es mehrmals mit unterschiedlichen Einstellungen.

  • Fotografiere eine Tasse mit f/1.8, f/5.6 und f/16 und vergleiche den Hintergrund.
  • Fotografiere fliessendes Wasser mit 1/1000 s und mit 1/4 s.
  • Mache dasselbe Bild bei ISO 100 und ISO 6400 und zoome am Bildschirm hinein.

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